2008 08 Gefahrgutuebung Welzheim 1Gefahrstoffeinheiten
des Kreises und der Stadt Offenbach
meistern Übungslage

Ein Gefahrgutunfall im vergangenen Monat am Güterbahnhof in Offenbach hat deutlich gezeigt, dass mehrere Gefahrstoffeinheiten zusammenarbeiten müssen, um solche größeren Schadenslagen abzuarbeiten. Diese Zusammenarbeit wurde am Samstag, 16. August 2008 geprobt. In der Großwelzheimer Straße in Klein-Welzheim war es zu einem größeren Gefahrgutunfall gekommen. Aus dem Aufsetztank und aus Stückgut eines mit Gefahrgut beladenen Lastkraftwagens war eine größere Menge Salpetersäure ausgetreten. Salpetersäure hat eine sehr stark ätzende Wirkung. Der Kontakt kann schwere Schäden der Augen, Haut und Atemwege verursachen.
 
 
 
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Dieses Übungsszenario war Grundlage für eine Großübung der Gefahrstoffeinheiten aus Hainburg, Ober-Roden, Neu-Isenburg, Offenbach-Bieber und einer Dekontaminationseinheit aus Langen. Einsatzkräfte unter Schutzanzügen wurden zum Einsatz gebracht, um das Auslaufen des Gefahrstoffs zu stoppen, ausgelaufenes Gefahrgut aufzunehmen und die Salpetersäure aus beschädigten Behältern umzupumpen. Nach Beendigung der Arbeiten muss eine Dekontamination (Reinigung) der Einsatzkräfte, der betroffenen Fahrzeuge und des Geräts vor Ort durchgeführt werden. Eine Verschleppung der Gefahrstoffe wird dadurch vermieden. Hierzu stehen im Kreis und in der Stadt Offenbach mehrere Systeme zur Verfügung, die an diesem Tag erprobt wurden. Der Gefahrstoff verdampft je nach Wetterlage mehr oder weniger. Durch den Wind können diese Dämpfe auch in die angrenzende bebaute Wohnlage transportiert werden und eine Gefährdung für die Bevölkerung verursachen. Deshalb wurde im Messleitfahrzeug eine Ausbreitungssimulation erstellt. Im Rahmen der Messkonzeption im Bereich Südhessen waren zur Unterstützung bei der Schadstoffmessung vor Ort auch ABC-Erkundungsfahrzeuge aus dem Kreis Groß-Gerau und dem Kreis Darmstadt-Dieburg an den Grenzen des belasteten Gebiets eingesetzt. Hier musste dann der Gefahrstoff mit verschiedenen Messmethoden nachgewiesen werden. Zwei Messtrupps aus Neu-Isenburg und Offenbach-Bieber unterstützten bei dieser Tätigkeit. Eine umfangreiche Analyse wird sich an die Übung anschließen. Diese wird wichtige Erkenntnisse zur Verbesserung der Zusammenarbeit der Gefahrstoffeinheiten bringen.
 
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