Notfallstationsübung


Vorbereitung auf den Ernstfall

Im Kernkraftwerk Biblis hat sich ein Störfall ereignet und eine radioaktive Wolke ist ausgetreten. Die betroffene Bevölkerung muss in angrenzenden Landkreisen versorgt werden. Für diesen Fall sieht der Gesetzgeber den Aufbau und Betrieb sogenannter „Notfallstationen“ vor. Hier kann die Bevölkerung auf radioaktive Verstrahlung überprüft und medizinisch versorgt werden.

Der Betrieb der Notfallstationen wird durch Einsatzkräfte der Feuerwehren, der Betreuungsdienste wie DRK, Johanniter oder Malteser sowie durch Fachärzte sichergestellt.

Besonders geeignet für den Betrieb einer Notfallstation ist die Kreuzburghalle im Hainburger Ortsteil Klein-Krotzenburg. Diese ist baulich so ausgelegt, dass belastete Personen gereinigt und eine medizinische Betreuung sichergestellt werden kann. Einsatzkräfte der Ortsteilfeuerwehr Klein-Krotzenburg übten jüngst in drei Ausbildungsabschnitten speziell den Bereich der Messung und Überprüfung der radioaktiven Belastung der Bevölkerung und die Abschätzung der aufgenommenen Strahlendosis.

Den Abschluss bildete am vergangenen Samstag der Aufbau und Betrieb der hierfür erforderlichen Stationen in der Kreuzburghalle. 20 Einsatzkräfte der Ortsteilfeuerwehr Klein-Krotzenburg und mehrere Statisten übten die Aufnahme, Überprüfung und Versorgung von Personen, die als radioaktiv belastet galten. Hierzu mussten verschiedene Messungen durchgeführt werden.

Nach rund 4 Stunden war das Übungsziel erreicht und die Übung war besonders für die jüngeren Einsatzkräfte sehr lehrreich. Sie bildete eine gute Gelegenheit zur Vorbereitung auf den Ernstfall.

Eingangskontrolle auf Radioaktivität mit einem Dosisleistungsmessgerät
Eingangskontrolle auf Radioaktivität mit einem Dosisleistungsmessgerät
   
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