Die Entstehung des Blauen Haken


Seit wir mit der Feuerwehr ins Zeltlager fahren ( 1981 ) , hatten wir ein Problem mit den Heringen (Erdnägel zum abspannen und sichern von Zelten), das heißt am Ende des Lagers sie wieder aus dem Boden zubekommen . Trotz diverser Hilfsmittel wie ein Seil , Zimmermannshammer und Nageleisen war es manchmal sehr schwierig.

Als wir im Sommer 1995 nach Wertach am Grüntensee kamen, besuchten wir eine alte, noch in Betrieb befindliche Hammerschmiede. Der Schmied zeigte uns sein Können an verschiedenen Werkstücken.

Auch tat er den Jugendlichen einen großen Gefallen und schärfte an einem großen wasserbetriebenem Schleifstein die ganzen Taschenmesser, die sie dabei hatten. Da kam uns ein Gedanke. Wir lassen unser Nageleisen verbessern. Dann können wir die Heringe besser aus dem Boden rausziehen. Nach einem fachlichen Gespräch war der Schmied bereit uns zu helfen. Wir sollten das Nageleisen vorbei bringen. Gesagt getan. Als wir das Nageleisen wieder abholen wollten, gab uns aber der Schmied das Nageleisen unverändert zurück. Er erklärte uns, dass das was wir wollten, wäre ein Kuhfuß / Geißfuß und gab uns ein von ihm geschmiedetes Stück. Dieses war blau lackiert.

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Wir bedankten uns und bezahlten. Zurück auf dem Zeltplatz probierten wir den Kuhfuß aus. Die Heringe ließen sich leicht aus dem Boden ziehen. Da aber die wenigsten wissen was ein Kuhfuß ist, bezeichneten die Jugendlichen ihn als "Blauen Haken". Der Name war geboren. Er tat uns jahrelang gute Dienste. Eines Tages war er aber nicht mehr auffindbar. Trotz intensiver Suche blieb er verschwunden .

Da ein Kuhfuß jedoch beim Zelten zum herausziehen von Heringen gebraucht wird, erinnerte ich mich an die Entstehung des "Blauen Hakens" und an einen Schmied (an das nächst liegende denkt man immer erst am Schluss). Den so einen haben wir auch in unserem Verein.

Das langjährige Mitglied Ludwig Heinz ( Heinze Schmied ). Diesen traf ich zufällig auf der Straße und fragte ihn, ob er uns so einen Kuhfuß machen könnte. Er sagte, dass dies eine Kleinigkeit für ihn wäre. Er bräuchte nur etwas Material; ein Vierkanteisen ca. 18 x 18 x 800 mm. Als ich ihm das Rohmaterial bringen wollte kam er mir schon auf der Straße entgegen und sagte, dass wir den Kuhfuss am Nachmittag abholen könnten. Was wir dann auch taten .

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Wir bedanken uns ganz herzlich bei Ludwig Heinz, der immer für uns da ist wenn wir ihn brauchen und freuen uns über einen neuen "Blauen Haken".

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PS: An diesem Abend stellten wir die Ausrüstung für unsere Familienfreizeit an der Weser zusammen. Aus irgendeinem, mir heute immer noch unbekannten, Grund habe ich in einer Ecke der Regale, wo Ersatzausrüstungen für den Einsatz liegen, eine Markierungsfahne hoch gehoben. Was lag da? Unser "Blauer Haken", den wir schon jahrelang gesucht hatten .

Somit haben wir nun zwei Blaue Haken.

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